Kinderbuch 0-8 Jahre

Nikolaus Heidelbach / Ole Könnecke: Gutenachtgeschichten für Celeste

Zwei der kreativsten Bilderbuchgestalter legen hier „Ein sehr gruseliges Bilderbuch“ vor, das für maximalen Spaß, anstatt für tränenreichen Gänsehautfaktor sorgt. Wohl jedes Elternteil kennt die Situation: 1. das Kind wünscht sich zum Einschlafen eine Gruselgeschichte und 2. die Kinder sind das erste Mal allein zu Haus. So ist es auch bei der kleinen Celeste und ihrem großen Bruder Boris. Boris will seiner kleinen Schwester ein Gefallen tun, und ihr eine Gruselgeschichte erzählen. Aber Celeste findet seine Geschichten von Drachen, Ungeheuern, Geistern und Prinzessinnen höchstens traurig, komisch, langweilig … jedenfalls alles andere als gruselig. Und das sorgt für den maximalen Funfact bei den kleinen Zuhörern ab 4 Jahren.

Olaf Könnicke stiftet die Zeichnungen von Celeste und Boris, der seine kleine Schwester ins Bett bringen will. Sie sind mit Sprechblasen versehen, was dem kindlichen Bedürfnis nach wenig prosaischen Hintergrund und lebendigem Erzählstil nahe kommt. Dieses wird kombiniert mit den einzigartigen markanten, teils surrealen Illustrationen von Nikolaus Heidelbach. Die Bilder sind alles andere als gewöhnlich – sie sind detailreich und lebendig, was die Vorstellungskraft der Kinder anregt und sie dazu einlädt, in diese Traumwelten einzutauchen.

Doch damit nicht genug: Ein QR-Code im Buch lässt die beiden Autoren zu Wort kommen und präsentiert das Zu-Schauende als Lesung, obwohl bei dieser Vorlage sicher auch Eltern und große Geschwister Spaß daran haben, es lesetechnisch umzusetzen.

„Gutenachtgeschichten für Celeste – Ein sehr gruseliges Bilderbuch von Nikolaus Heidelbach und Ole Könnecke“ (ISBN: 978-3-446-28077-9) ist im Hanser Verlag für 18 Euro erschienen.

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